PsyPrax, Elefant, Therapass oder KI-Dokumentations-Assistenz — ab 2. August 2026 könnten die vollen AI-Act-Pflichten greifen. § 203 StGB greift besonders eng, weil Patientendaten zur psychischen Gesundheit als höchstsensibel gelten.
Nach aktuellem Stand der Vorgaben würden Psychotherapiepraxen unter mehrere Regelwerke gleichzeitig fallen: § 203 StGB (besonders eng wegen der Sensibilität psychotherapeutischer Daten), EU AI Act Art. 4 und Art. 50, Psychotherapeutengesetz (PsychThG), DSGVO mit hohem Anspruch.
Verbreitete Praxissoftware: PsyPrax, Elefant, Therapass sowie zunehmend KI-gestützte Dokumentations-Assistenz-Tools. Bereits der Einsatz allgemeiner Tools wie ChatGPT oder Microsoft Copilot für Sitzungsdokumentation würde nach aktuellem Stand Dokumentations- und Aufklärungspflichten auslösen.
Besonders kritisch: Patientendaten aus psychotherapeutischer Tätigkeit gelten in der DSGVO als besondere Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9). Eine Übertragung an Drittanbieter-KI ist nur mit ausdrücklicher Einwilligung und strenger Dokumentation zulässig.
Dr. Hoffmann führt eine Einzelpraxis für psychologische Psychotherapie in München. Sie nutzt PsyPrax als PVS und zunehmend KI-gestützte Dokumentations-Assistenz, um nach Sitzungen strukturierte Notizen zu erstellen.
Mit dem Kit Basic (149 €) würde Dr. Hoffmann in etwa 4 Stunden folgendes erarbeiten: KI-Inventar (PsyPrax + KI-Dokumentationstool + allgemeine KI wie ChatGPT), KI-Nutzungsrichtlinie mit Schwerpunkt auf Daten-Minimierung, Patientenaufklärung für die Erstsitzung und Selbstverpflichtung zur Datenschutz-freundlichen KI-Nutzung.
Für Praxen mit zusätzlichen Praktikanten oder angestellten Therapeuten: Kit Plus (299 €) mit § 203-Modul für Mitarbeiter-Verpflichtungen und erweiterten Aufklärungsbausteinen.
Für Psychotherapiepraxen empfehlen wir Kit Plus (299 €) als ausgewogene Lösung. Weitere Optionen darunter.
Drei Pflichten aus dem EU AI Act, die nach aktuellem Stand der Vorgaben auch für Psychotherapiepraxen relevant werden könnten. Das Kit deckt alle drei mit vorstrukturierten Bausteinen ab.
Ein Verzeichnis aller eingesetzten KI-Systeme mit Hersteller, Einsatzzweck, Datenkategorien, Verantwortlichen und Risikoklassifizierung nach AI Act. Bei Psychotherapiepraxen umfasst das nach aktuellem Stand auch allgemeine KI-Tools wie ChatGPT oder Microsoft Copilot, nicht nur medizinische Spezialsysteme.
Art. 4 EU AI Act gilt seit 2. Februar 2025 und verpflichtet Betreiber, für angemessene KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden zu sorgen. Das Kit enthält eine strukturierte Kurz-Schulungsunterlage sowie Teilnahmebestätigungen zur Dokumentation — nach aktuellem Stand ein realistischer Weg, die Kompetenzpflicht abzubilden.
Art. 50 EU AI Act sieht ab 2. August 2026 Informationspflichten gegenüber Patientinnen und Patienten vor. Für Psychotherapiepraxen bedeutet das voraussichtlich Aushang im Wartebereich, Hinweistext im Anamnese-Dokument sowie mündliche Aufklärung bei besonders sensiblen KI-Anwendungen. Das Kit enthält entsprechende Vorlagen.
Die drei Pflichten greifen unabhängig von der Praxisgröße. Die konkrete Umsetzung hängt allerdings vom Praxis-Setup ab — darum die segmentspezifischen Vorlagen.
Die Vorlagen decken folgende Tools mit vorstrukturierten Abschnitten ab:
Drei Wege zur Compliance-Dokumentation — mit sehr unterschiedlichem Aufwand.
Drei Risikodimensionen, die Psychotherapiepraxen nach aktuellem Stand kennen sollten. Kein Panikmache — nur Fakten aus Art. 99 AI Act und der Aufsichtspraxis.
Theoretisch bis 35 Mio. € oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes (Art. 99 AI Act). Bei Psychotherapiepraxen realistisch eher fünf- bis niedrig sechsstellig, abhängig von Verstoß-Schwere und Kooperation. KMU-Bestimmungen greifen ergänzend.
Neben reinen Bußgeldern können Aufsichten Anordnungen erlassen (z.B. Nutzungs-Stopp eines KI-Tools) oder in schweren Fällen Zulassungsfragen anstoßen. Gerade für Psychotherapiepraxen wäre eine Dokumentations-Lücke im Audit eher kritisch als das direkte Bußgeld.
Fehlende Transparenz beim KI-Einsatz kann Vertrauen erodieren — insbesondere bei Patientinnen und Patienten, die explizit nach KI-Nutzung fragen. Ein vorbereiteter Aushang und klare Aufklärung sind der einfachste Risikominimierer, unabhängig vom späteren Bußgeld-Regime.
Das Kit deckt alle drei Risikodimensionen ab. Die Dokumentation ist nach aktuellem Stand keine Garantie gegen Beanstandungen, aber sie ist die Grundlage jeder weiteren Verteidigungsposition.
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