Ab 2. August 2026 könnten die vollen AI-Act-Pflichten auch Ihre Praxis betreffen, sobald Dragon Medical, Doctolib, KIM-Dienste oder KI-Befundtools im Einsatz sind. § 203 StGB greift zusätzlich. Strukturierte Dokumentation statt Anwaltskanzlei.
Nach aktuellem Stand der Vorgaben würden Arztpraxen unter mehrere Regelwerke gleichzeitig fallen, sobald KI-Systeme eingesetzt werden: EU AI Act Art. 4 (KI-Kompetenzpflicht seit Februar 2025) und Art. 50 (Transparenzpflichten ab August 2026). Hinzu kommt § 203 StGB, das ärztliche Berufsgeheimnis — besonders relevant, wenn KI-Tools Patientendaten verarbeiten.
Verbreitete Praxissoftware wie Dragon Medical One (Spracherkennung), Doctolib (KI-Terminplanung), KIM-Dienste, Medatixx, CGM-Albis oder Quincy enthalten inzwischen KI-Funktionen. Bereits durch den alltäglichen Einsatz wären nach aktuellem Stand Dokumentations- und Aufklärungspflichten ausgelöst.
Aufsichten, die in der Praxis greifen könnten: Kassenärztliche Vereinigung, Landesärztekammer, Landesdatenschutzbeauftragte. Der Bußgeldrahmen reicht laut Art. 99 AI Act theoretisch bis 35 Mio. € — in Heilberufen realistisch eher fünf- bis niedrig sechsstellig.
Dr. Müller führt eine Einzelpraxis mit drei medizinischen Fachangestellten in Worms. Die Praxis nutzt Dragon Medical One zur Diktat-Transkription, Doctolib für die Online-Terminvergabe und CGM-Albis als PVS. Für Rezepte und Überweisungen läuft KIM-Dienst.
Mit dem Kit Plus (299 €) würde Dr. Müller an einem Donnerstagnachmittag folgendes erarbeiten: KI-Inventar in der mitgelieferten Excel-Vorlage (30 Min: Hersteller, Einsatzzweck, Datenkategorien pro Tool), KI-Nutzungsrichtlinie mit § 203-Modul anpassen (90 Min: Praxisname, Verantwortliche, praxisspezifische Regeln), Mitarbeiter-Schulung mit der mitgelieferten Unterlage gemeinsam durchgehen und dokumentieren (60 Min).
Abschluss: Patienten-Aushang (Art. 50) ins Wartezimmer (15 Min). Gesamtaufwand etwa 4 Stunden, verteilt auf zwei Tage. Keine Anwaltskanzlei, keine Wartezeit, keine Stundenhonorare.
Für Arztpraxen empfehlen wir Kit Plus (299 €) als ausgewogene Lösung. Weitere Optionen darunter.
Drei Pflichten aus dem EU AI Act, die nach aktuellem Stand der Vorgaben auch für Arztpraxen relevant werden könnten. Das Kit deckt alle drei mit vorstrukturierten Bausteinen ab.
Ein Verzeichnis aller eingesetzten KI-Systeme mit Hersteller, Einsatzzweck, Datenkategorien, Verantwortlichen und Risikoklassifizierung nach AI Act. Bei Arztpraxen umfasst das nach aktuellem Stand auch allgemeine KI-Tools wie ChatGPT oder Microsoft Copilot, nicht nur medizinische Spezialsysteme.
Art. 4 EU AI Act gilt seit 2. Februar 2025 und verpflichtet Betreiber, für angemessene KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden zu sorgen. Das Kit enthält eine strukturierte Kurz-Schulungsunterlage sowie Teilnahmebestätigungen zur Dokumentation — nach aktuellem Stand ein realistischer Weg, die Kompetenzpflicht abzubilden.
Art. 50 EU AI Act sieht ab 2. August 2026 Informationspflichten gegenüber Patientinnen und Patienten vor. Für Arztpraxen bedeutet das voraussichtlich Aushang im Wartebereich, Hinweistext im Anamnese-Dokument sowie mündliche Aufklärung bei besonders sensiblen KI-Anwendungen. Das Kit enthält entsprechende Vorlagen.
Die drei Pflichten greifen unabhängig von der Praxisgröße. Die konkrete Umsetzung hängt allerdings vom Praxis-Setup ab — darum die segmentspezifischen Vorlagen.
Die Vorlagen decken folgende Tools mit vorstrukturierten Abschnitten ab:
Drei Wege zur Compliance-Dokumentation — mit sehr unterschiedlichem Aufwand.
Drei Risikodimensionen, die Arztpraxen nach aktuellem Stand kennen sollten. Kein Panikmache — nur Fakten aus Art. 99 AI Act und der Aufsichtspraxis.
Theoretisch bis 35 Mio. € oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes (Art. 99 AI Act). Bei Arztpraxen realistisch eher fünf- bis niedrig sechsstellig, abhängig von Verstoß-Schwere und Kooperation. KMU-Bestimmungen greifen ergänzend.
Neben reinen Bußgeldern können Aufsichten Anordnungen erlassen (z.B. Nutzungs-Stopp eines KI-Tools) oder in schweren Fällen Zulassungsfragen anstoßen. Gerade für Arztpraxen wäre eine Dokumentations-Lücke im Audit eher kritisch als das direkte Bußgeld.
Fehlende Transparenz beim KI-Einsatz kann Vertrauen erodieren — insbesondere bei Patientinnen und Patienten, die explizit nach KI-Nutzung fragen. Ein vorbereiteter Aushang und klare Aufklärung sind der einfachste Risikominimierer, unabhängig vom späteren Bußgeld-Regime.
Das Kit deckt alle drei Risikodimensionen ab. Die Dokumentation ist nach aktuellem Stand keine Garantie gegen Beanstandungen, aber sie ist die Grundlage jeder weiteren Verteidigungsposition.
Ehrliche Antworten, speziell für Arztpraxen.
Arztpraxen-spezifische Vorlagen. Einmalige Zahlung. Keine Abo-Bindung.