Theorg, Starke Praxis, Aixtema, Azh oder KI-Befundtools — ab 2. August 2026 könnten die AI-Act-Pflichten auch kleine Physio-, Logo- und Ergo-Praxen betreffen. Kit Basic ab 149 € in 4–6 Stunden umsetzbar.
Nach aktuellem Stand der Vorgaben würden auch kleine Heilmittelpraxen unter mehrere Regelwerke fallen, sobald KI-Systeme zum Einsatz kommen: EU AI Act Art. 4 (KI-Kompetenzpflicht seit Februar 2025) und Art. 50 (Transparenzpflichten ab August 2026). Hinzu kommen Heilmittelwerbegesetz (HeilmWerbG) und DSGVO.
Typische Praxis-Software: Theorg, Starke Praxis, Aixtema, Azh. Diese PVS enthalten inzwischen häufig KI-gestützte Terminplanung, Dokumentations-Assistenz oder Befundtools. Bereits der alltägliche Einsatz würde nach aktuellem Stand Dokumentations- und Aufklärungspflichten auslösen.
Besonderheit: Heilmittelerbringer sind oft Einzel- oder Kleinpraxen (1–5 Mitarbeitende) mit begrenztem Dokumentations-Budget. Das Kit Basic ist darauf zugeschnitten — kompakter Umfang, 4–6 Stunden Eigenarbeit, 149 € einmalig.
Michael Berg führt eine Physiotherapie-Einzelpraxis in Worms mit zwei Physiotherapeutinnen. Eingesetzt werden Theorg als PVS mit KI-gestützter Terminoptimierung und ein KI-Dokumentationstool für Befund-Vorschläge.
Mit dem Kit Basic (149 €) würde Herr Berg in etwa 4 Stunden folgendes erarbeiten: KI-Inventar (Theorg-KI, Dokumentations-KI, eventuell allgemeine KI wie ChatGPT), KI-Nutzungsrichtlinie (kompakt, auf Einzelpraxen zugeschnitten), Kurz-Schulung mit dem Team und Patienten-Aushang für den Empfangsbereich.
Anders als bei größeren Arzt- oder Zahnarztpraxen ist für Heilmittel-Praxen nach aktuellem Stand in den meisten Fällen Kit Plus nicht erforderlich — es sei denn, die Praxis wächst über 10 Mitarbeitende oder arbeitet mit besonders sensiblen Daten.
Für Heilmittelerbringer (Physio/Logo/Ergo) empfehlen wir Kit Basic (149 €) als ausgewogene Lösung. Weitere Optionen darunter.
Drei Pflichten aus dem EU AI Act, die nach aktuellem Stand der Vorgaben auch für Heilmittelerbringer (Physio/Logo/Ergo) relevant werden könnten. Das Kit deckt alle drei mit vorstrukturierten Bausteinen ab.
Ein Verzeichnis aller eingesetzten KI-Systeme mit Hersteller, Einsatzzweck, Datenkategorien, Verantwortlichen und Risikoklassifizierung nach AI Act. Bei Heilmittelerbringer (Physio/Logo/Ergo) umfasst das nach aktuellem Stand auch allgemeine KI-Tools wie ChatGPT oder Microsoft Copilot, nicht nur medizinische Spezialsysteme.
Art. 4 EU AI Act gilt seit 2. Februar 2025 und verpflichtet Betreiber, für angemessene KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden zu sorgen. Das Kit enthält eine strukturierte Kurz-Schulungsunterlage sowie Teilnahmebestätigungen zur Dokumentation — nach aktuellem Stand ein realistischer Weg, die Kompetenzpflicht abzubilden.
Art. 50 EU AI Act sieht ab 2. August 2026 Informationspflichten gegenüber Patientinnen und Patienten vor. Für Heilmittelerbringer (Physio/Logo/Ergo) bedeutet das voraussichtlich Aushang im Wartebereich, Hinweistext im Anamnese-Dokument sowie mündliche Aufklärung bei besonders sensiblen KI-Anwendungen. Das Kit enthält entsprechende Vorlagen.
Die drei Pflichten greifen unabhängig von der Praxisgröße. Die konkrete Umsetzung hängt allerdings vom Praxis-Setup ab — darum die segmentspezifischen Vorlagen.
Die Vorlagen decken folgende Tools mit vorstrukturierten Abschnitten ab:
Drei Wege zur Compliance-Dokumentation — mit sehr unterschiedlichem Aufwand.
Drei Risikodimensionen, die Heilmittelerbringer (Physio/Logo/Ergo) nach aktuellem Stand kennen sollten. Kein Panikmache — nur Fakten aus Art. 99 AI Act und der Aufsichtspraxis.
Theoretisch bis 35 Mio. € oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes (Art. 99 AI Act). Bei Heilmittelerbringer (Physio/Logo/Ergo) realistisch eher fünf- bis niedrig sechsstellig, abhängig von Verstoß-Schwere und Kooperation. KMU-Bestimmungen greifen ergänzend.
Neben reinen Bußgeldern können Aufsichten Anordnungen erlassen (z.B. Nutzungs-Stopp eines KI-Tools) oder in schweren Fällen Zulassungsfragen anstoßen. Gerade für Heilmittelerbringer (Physio/Logo/Ergo) wäre eine Dokumentations-Lücke im Audit eher kritisch als das direkte Bußgeld.
Fehlende Transparenz beim KI-Einsatz kann Vertrauen erodieren — insbesondere bei Patientinnen und Patienten, die explizit nach KI-Nutzung fragen. Ein vorbereiteter Aushang und klare Aufklärung sind der einfachste Risikominimierer, unabhängig vom späteren Bußgeld-Regime.
Das Kit deckt alle drei Risikodimensionen ab. Die Dokumentation ist nach aktuellem Stand keine Garantie gegen Beanstandungen, aber sie ist die Grundlage jeder weiteren Verteidigungsposition.
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